Die Technik des Nordic Walking

Erste Phase
Die Stöcke sind über das Schlaufensystem an den Händen fixiert. Sie gehen ganz normal und lassen die Stöcke nach hinten locker schleifen. Man gewöhnt sich an die Stöcke und lässt dann anschließend die Arme mitschwingen, um in den richtigen Rhythmus -rechter Fuß / linker Stock, linker Fuß / rechter Stock- zu kommen.

Zweite Phase
Die vordere Hand greift zu (Stockeinsatz), die hintere Hand macht auf (Armstreckung). Der vordere Stock wird beim Aufsetzen kurz gegriffen (Hand zu). Der Arm ist leicht gebeugt, der Stock zeigt leicht schräg nach hinten. Danach schwingt der Arm mit dem Stock nach hinten, hinter die Hüfte. Die Hand ist dabei geöffnet, die Schlaufe verhindert, dass der Stock zu Boden fällt.

Muskelpumpeffekt
Durch das ständige Öffnen und Schließen der Hände kommt es zu einem Muskelpump-effekt, einem abwechselnden Anspannen und Entspannen der Arm- und Schulter-muskulatur. Diese Pumpbewegungen und der gleichzeitige Einsatz der Stöcke bewirken eine sehr gute Durchblutung im gesamten Bereich von Oberkörper, Schulter und Nacken, bis hin zum Kopf.

Zusammenfassung
- nicht zu viel denken- sonst kommt man schnell aus dem Rhythmus
- Diagonalen Rhythmus finden
- Arm nach vorne schwingen (ARMSTRECKUNG!!)
- Fest geschlossene Faust (Zitrone auspressen)
- Langer Arm (nach hinten strecken mit gleichzeitigem Öffnen der Hand)
- Oberkörperrotation und Vorwärtsbewegung der Hüfte
- Kraftvolles Aufsetzen des Stocks und dynamischer Fußabdruck (Abrollen über die Großzehe)
- aufrechter Gang (Perlekettsche)

 

NORDIC WALKING
TECHNIK
Das Geheimnis liegt im richtigen Gebrauch der dazu notwendigen, sehr leichten Stöcke aus Carbon und Glasfaser, welche sich in der Länge wesentlich von Wander- bzw. Skistöcken unterscheiden und mit einem speziell entwickelten Handschlaufensystem ausgestattet sind. Die Stöcke haben für verschiedene Körpergrößen eine unterschiedliche Länge und sind durch mitgelieferte Gummi-Aufsätze für fast alle Untergründe geeignet.

DER DIAGONALSCHRITT
Der Diagonalschritt bildet die Grundtechnik des NORDIC-Walkings und kann in jedem Gelände eingesetzt werden. Die Belastung erfolgt je nach Alter und körperlichen Vorraussetzungen.
Um die anaerobe Schwelle zu erreichen, empfehlen sich längere, durch aktive Armarbeit unterstützte Bergaufpassagen. Hierbei wird die Kraftausdauer sehr gut trainiert. Eine höhere Belastung bis zur individuellen Belastungsgrenze erreicht man dann über eine Steigerung der Geschwindigkeit und ist somit beim Nordic Jogging.
Der Diagonalschritt beginnt mit einem gleichzeitigen Bein- und Armabstoß. Der Schritt wird beim NORDIC WALKING durch den Stockschub länger als beim normalen Walking. Der Arm pendelt locker nach vorne und wird dann weit nach hinten durchgeschoben. Dadurch wird die Beweglichkeit der Schulter erhöht. Der NORDIC WALKING-Stock wird schräg nach hinten in Schubrichtung eingesetzt. Der Oberkörper ist während des gesamten Bewegungsablaufes leicht vorgebeugt. Am Ende des Diagonalschrittes sind Abstoßbein und -arm gestreckt. Durch das Schlaufensystem ist es möglich, den Stock locker in den Händen zu halten. Am Ende des Arm-Stock-Schubes gleitet der Griff aus der leicht geöffneten Hand heraus. Nur mit Daumen und Zeigefinger geführt, wird der Stock an der Schlaufe in die Ausgangsposition nach vorn gezogen. Mit Beginn des nächsten Diagonalschrittes schließt sich die Hand und es wird wieder Druck über den Griff auf den Stock aufgebaut. Nordic Jogging sollte nicht mit dem Diagonalsprung verwechselt werden, bei dem bewusst auf Höhe und Weite geachtet wird. Diese Technik ist für gesunde und leistungsfähige Nordic Walker gedacht, da – vor allem bergauf - ein sehr hoher Puls erreicht werden kann. Bergab verlangt diese Technik zwar nicht das hohe Maß an Kondition, ist jedoch aufgrund der höheren Schrittfrequenz koordinativ etwas schwieriger.